03.12.2007 RP-Bericht “Farbspiele am Horizont”

Hans Werner Thurmann – Freischaffender Maler

 Pressespiegel 

Bericht zur Jahresausstellung 2007
Pressebericht RP 12.2007Rheinische Post v. 3. Dezember 2007

Farbspiele am Horizont
Der Moerser Künstler Hans Werner Thurmann lädt zu seiner zweiten Jahresausstellung ein. Insgesamt 30 Arbeiten zeigt er bis zum Sonntag, 16. Dezember, in seinem Moerser Atelier an der Hoffnungsstraße 4.


VON SABINE HANNEMANN

MOERS Das Atelier von Hans Werner Thurmann ist dank der großen Fensterfront lichthell. „Nordlicht“, meint der freischaffende Künstler, der bis 2005 noch in Neukirchen-Vluyn zu finden war. „Da kann ich ohne viel künstliches Licht sehr gut und lange arbeiten.“ Die inzwischen zweite Jahresausstellung mit 30 Arbeiten in unterschiedlichen Formaten zeigt einmal mehr, dass sich Thurmann in der Natur zu hause fühlt. Er beobachtet die Natur in ihren Launen und zu guten Zeiten.

Dann, wenn sich beispielsweise der Abendhimmel in allen Farbfacetten zeigt und die Sonne zu verschiedenen Jahreszeiten untergeht. „Die Natur als Farbereservoir erzeugt viele Stimmungen in uns und bietet sich dem Betrachter gleichzeitig als Kontrollinstanz an.“ Thurmann bietet Begegnungen in der Natur am Moersbach, an Waldes- und Wegesrändern. Motive, aber auch Stimmungen erkennt der Betrachter wieder. „Woher meine Motive stammen, ist immer nachvollziehbar“, meint der Künstler. Viele der Arbeiten laden ein zu einem Blick an den weiten Horizont. Weite ist spürbar nicht nur bei dem Bild „Wolkenhimmel“, das glasklar signalisiert, Freiheit in und über den Wolken muss grenzenlos sein.

Thurmann arbeitet mit plausiblen Reduktionen und entfernt sich bewusst vom Gegen-ständlichen. Er macht die emotionale Wirkung von Farbe erfahrbar. „Gegenständliches wird unwichtig. Die Farbe tritt in den Vordergrund und entfaltet ihre intensive Wirkung und schafft Atmosphäre“, so der Beuys-Schüler Thurmann. Seine Bilder, in der aktuellen Ausstellung Öl auf Leinwand, lösen Emotionen aus und spiegeln zudem Lebenszufrieden- heit des Künstlers wider.

Seit mehr als 30 Jahren verfolgt Hans Werner Thurmann seine künstlerische Idee und sagt heute von sich: „Ja, ich habe meinen Stil gefunden. Ich beobachtete Farbklänge, die ich aus der Natur nehme.“ Sein Wechselspiel zwischen Verstand und Gefühl, zwischen Licht und Farbe in der Naturbetrachtung hat schon mit Claude Monets den ersten großen Vertreter gefunden. „Eine Stilrichtung, die bald wieder eingeschlafen ist und verschwand“, stellt Thurmann fest.

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